Berlin war bis 1945 als Hauptstadt auch das militärische Zentrum des Deutschen Reiches. Es hat von 1943 bis 1945
massive Zerstörungen durch Luftangriffe und Bodenkämpfe erlebt. Spätestens seit 1949 war Berlin wieder
"Frontstadt" – diesmal in der globalen Auseinandersetzung der Blöcke.
Diese bewegte Geschichte hat im Stadtbild bis heute Spuren hinterlassen, die aufzuspüren aufgrund der
städtebaulichen Entwicklung mitunter nicht ganz einfach ist. Die 4. Exkursion des AKM führte deshalb
am 26. und 27. September 2009 in und unter die Stadt an der Spree. Dabei wanderte die Gruppe vom Brandenburger Tor
über das Sowjetische Ehrenmal im Tiergarten zum Reichstag. Themen der Referate vor Ort waren die Schlacht um
Berlin 1945 sowie militärgeschichtliche Aspekte der Berliner Gedenkkultur, etwa die wechselhafte Geschichte der
Quadriga des Brandenburger Tors, die Siegessäule und das Reichstagsgebäude. Der weitere Verlauf der Exkursion
führte die Gruppe zum Invalidenfriedhof, der bis 1989 unmittelbar im Todesstreifen der Berliner Mauer gelegen hatte.
Den Nachmittag verbrachten wir, geführt durch Mitglieder des Vereins Berliner Unterwelten, in der Flakturmruine im
Volkspark Humboldthain sowie in der Zivilschutzanlage U-Bahnhof Pankstraße. Den Abschluss des Tages bildete ein
Besuch in dem ursprünglich von Ernst Friedrich gegründeten Anti-Kriegs-Museum (AKM!) im Wedding.
Der zweite Tag der Exkursion führte in das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst, wo die Dauerausstellung
und die aktuelle Sonderausstellung "Größte Härte. Verbrechen der Wehrmacht in Polen September/Oktober 1939"
besichtigt wurden.

| Brandenburger Tor: Quadriga |

| Sowjetisches Ehrenmal im Tiergarten |

| Invalidenfriedhof: Grabmal Max Hoffmann | Invalidenfriedhof: Grabmal Gerhard von Scharnhorst |

| Flakturm Humboldthain: Eingang | Anti-Kriegs-Museum: militärische Bodenfunde | Anti-Kriegs-Museum: Apotheke im historischen Luftschutzkeller |
Bericht: Markus Pöhlmann; Fotos: Artur Broch